Erstsemesterinfo

Ersti-Heft

Jedes neue Studienjahr geben wir ein Ersti-Heft mit Informationen rund um das Studium, die Uni und Magdeburg. 

Willkommen Erstis!

Liebe Kommilitonen,
Sehr geehrte Professorinnen und Professoren,
Sehr geehrte Gäste, 

herzlich Willkommen an unserer Fakultät!

betrachtet man die Ergebnisse der letzten Shell Jugendstudie so begrüßen wir mit euch Vertreter einer Generation, die voller Leistungsbereitschaft und Engagement sind. Eine Generation, die großen Wert auf Familie und persönliche Bindungen legt. Die sich aber auch der Herausforderungen und Risiken der Gesellschaft bewusst ist und mit Ihrer Zukunft hadert. Insbesondere die Situation auf dem Arbeitsmarkt schmälert den Optimismus. Mit einem Hochschulstudium verbessert man dort seine Aussichten und es wird, wie man auch hier sieht immer häufiger von Frauen angestrebt.

Darüber hinaus sind wir eine Generation die im hohen Maße dazu bereit ist in der Freizeit für das Gemeinwohl aktiv zu sein und zwar nicht mehr wie früher allein aus ideologischen Gründen, sondern vor allem aus dem Wunsch heraus im eigenen Umfeld einer befriedigenden Aktivität nach zu gehen.

Nicht zuletzt deswegen werdet Ihr euch für das Studium der Medizin entschieden haben. Eine Kunst zu erlernen, die viel Tradition mit noch mehr Fortschritt verbindet.

Ein Bespiel: Gutta cavat Lapidem. - Der Tropfen höhlt den Stein.

Wusste Ovid schon vor Rund 2000 Jahren und formulierte was inzwischen mit Hilfe von Neurowissenschaften und Neurophysiologie gezeigt werden konnte: Es gibt den Effekt der Bahnung , der das Phänomen beschreibt, dass eine wiederholte Erregung bestimmter Nervenbahnen den Wirkungsgrad von Reizen gleicher stärke erhöht, oder eine Erregung dieser Bahn schon durch einen schwächeren Reiz ermöglicht wird.

Das heißt auch: wiederholt ausgeführte Abläufe werden beschleunigt und sogar automatisiert. So wird das Verhalten auf Dauer zum Teil der Persönlichkeit, des Geistes. Dieses ist eines der biologischen Grundprinzipien des Lernens.

Ihr seid hier um zu lernen und werdet bald bemerken, welche Bedeutung die Wiederholung dafür hat.

Die meisten von Euch sind aber wohl auch hier um ein guter Arzt zu werden. Laut einer Befragung Regensburger Medizinstudenten ist der ideale Arzt, kompetent, aufmerksam gegenüber den Patienten und an Ihnen interessiert. An zweiter Stelle folgen Sensibilität, Freundlichkeit und sympathische Ausstrahlung.

Dies entspricht übrigens auch in etwa den Wünschen der Patienten und den Ansprüchen unserer zukünftigen Kollegen.

Dennoch liest und hört man in den Medien immer wieder von einer Diskrepanz zwischen diesem Anspruch und der Wirklichkeit, so dass das Vertrauen in die Ärzte sinkt.

Die Ursache hierfür wird häufig in einer beschädigten Beziehung zwischen Arzt und Patient gesucht, die sich auch in den enormen Fortschritten auf unserem Gebiet begründet. Durch den wenngleich wertvollen Höhenflug der Molekularbiologie ist die körperliche, technokratische Dimension des Heilens deutlich vor die seelische getreten. Diese zu befriedigen gilt als Luxus, oder als etwas das man nach dem Dienst erledigt.

Diese Verschiebung bildet sich auch in unserer Ausbildung ab in der vor allem naturwissenschaftliches Arbeiten vermittelt wird und soziale Kompetenzen, wie etwa Kommunikation nur unzureichend eingeübt werden.

Einen Weg aus dieser Problematik habt ihr nun zur Hand: macht euch Eure Kenntnisse über das Lernen und Bahnung zu nutze und beeinflusst die Form Eures Geistes indem ihr Eure sozialen Kompetenzen übt und in euren Lernalltag mit einbringt. Besinnt euch während der kommenden Jahre auf die Ziele, Werte und Wünsche mit denen Ihr in das Studium gegangen seid. So kann durch das Engagement jedes einzelnen von Euch eine Veränderung gelingen., in dem Ihr als neue Ärzte eine Brücke zu den Patienten schlagt und einem anderen Gesundheitssystem den Weg bahnt.

Denn um mit der Tradition und Paracelsus zu schließen:

Die höchste Kraft der Arznei ist die Liebe.

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Unsere Sprechzeiten

Mittwoch
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Zu dieser Zeit stehen wir dir in unserem Büro in Haus 2 persönlich zur Verfügung.